Die Liebe zum Zocken wiederentdeckt

Letztens bin ich umgezogen. Innerhalb von Berlin. Ich war so Glücklich die schmucke Wohnung gefunden zu haben. *Kurze Pause mit Applaus*
Vor einem Umzug mistete ich nochmal richtig aus. Bevor ich Kram mitschleppe, den ich nicht brauche. Und dabei ist es passiert. Ich habe mein alten Konsolen-Kram gefunden. Der alte Shit aus den 90ern. In meiner Schulzeit. Der geile Scheiß halt. GameBoy, N64 und GameCube. Wo die Welt noch in Ordnung war.
Ich schaute mir die Rückseite vom N64 an und rätselte ob die Videoausgänge noch mit dem Fernseher kompatibel sind. Waren sie, denn ich schloss den N64 danach sofort an.
Im Slot steckte MarioKart 64. Langsam schob ich den Plastikschalter auf „an“.
Die Retro Musik und die bunte Grafik flashte mich sofort. Alles sah ein wenig Altbacken aus.

Zack war ich wieder in den 90ern. Mit meinen Kumpels saßen wir nach der Schule und am Wochenende vor dem Ding. Sind um die Wette mit Mario Kart 64 gefahren. Haben Rätsel bei Zelda gelöst und haben uns die Daumen Wund gedrückt bei den Summer Games.

Irgendwie hatte die Zeit was. Vielleicht weil es einen Großteil meiner Kindheit ausmachte.
Damals konnte ich noch nicht regelmäßig ins Internet. Daher war die Quelle schlecht hin um mithalten zu können Magazine. Ich war ein großer Fan der GameStar. Aus heutiger Sicht ein sehr spießiger Laden. Damals jedoch super cool. Sie waren auch Grund dafür das ich begann selber zu testen. Ich schrieb Artikel, drehte InGame Videos und erstelle eine Webseite. Mit 12 Jahren leitete das Medium der Computerspiele bereits meine Laufbahn.
Ich erinnerte mich an die guten Zeiten vor der Heizung mit dem GameBoy in der Hand. Pokemon die rote Edition. Glumanda als Start-Pokemon und ich war nicht aufzuhalten.
Aber ich erinnere mich auch noch an das SEGA spielen beim Kumpel. Alternative Titel wie Mortal Kombat, Sonic und Aladin zeigten mir, dass Konsolenspiele nicht nur aus Mario-Titel bestehen mussten. Ich erinnere mich an viel Spaß mit JamesBond im Multiplayer. Splitscreen. Kaum etwas zu erkennen und das hat echt Bock gemacht.
Später kamen dann PC Spiele. Regelmäßig bin ich in die Videothek gegangen und habe mir Spiele ausgeliehen. Der Samstag ging dabei drauf, dass Spiel zu cracken, sodass ich es ohne CD spielen konnte. Sonntag spielte ich dann ohne CD. Alone in the Dark und Soul Reaver 2. Das sind die beiden Spiele von der Videothek an die ich mich gerne zurück erinnere. Denn die Beiden Ausnahme habe ich bis zum Schluss gespielt. Beim Rest verlor ich das Interesse.
Als wir ISDN und später DSL bekamen begann ich Online zu spielen. CounterStrike, Unreal Tournament und World of WarCraft. CS eher weniger. UT und Wow umso mehr. Ungelogen, aber in den Spielen stecken Jahre drin.

Dann kam die lange Pause. Der Berufsalltag startete und die Spiele am Wochenende wurden mit ShiSha und harten Alkohol getauscht.

Doch die Faszination des Spiele habe ich behalten. Liebend gerne schaue ich mittlerweile Anderen bei zu. Jedoch nur, weil ich keine eigene aktuelle Konsole habe und keinen Spiele PC. Also keine Hardware. Doch spiele ich mit dem Gedanken wieder in die Szene einzusteigen.

Die Erinnerungen überwiegen und es machte einfach richtig Bock.

Ich frage mich, wie ich das Spielen in meinen Alltag integrieren kann. Als noch Berufstätiger, bald Student. Student? Aha. Da habe ich meine Antwort schon.

1990 geboren, mit Spielen großgeworden werde ich also wieder 2016 beginnen und darüber schreiben, wie es sich anfühlt. Ob die alten Erinnerungen auch noch mit 25 Jahren funktionieren. Die Konzepte der Spiele sich verändert haben.

Die Mobile-Spiele die es gibt und die auch schon zu Haufe für die U-Bahn ausprobierte taugen irgendwie nichts. Die ganzen CandyCrush Spiele motivieren mich für ein Tag. Ich werde die mitte 40jährigen wohl nie verstehen, wie sie die Motivation aufbringen können das täglich zu spielen.
Wie auch immer. Die Geschäftsmodelle solcher Spiele sagen mir überhaupt nicht zu.

Genug geheult. Ab an die Konsole und weiter zocken.

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