Mein Laufupdate

Vor ein paar Wochen bin ich seit Jahren das erste Mal wieder laufen gewesen. Wie es dazu kam, könnt ihr hier nachlesen. In Kurz, es war ein Impuls. Plötzlich suchte ich Sportsachen zum Rocky Soundtrack, schloss die Tür hinter mir und rannte was das Zeug hält.

Seit dem sind 2 Wochen vergangen und bin immer hin 3 Mal Laufen gewesen. Beim zweiten Mal war es spürbar angespannter. Es war auch kein geplanter Lauf. Ich war zu dem Zeitpunkt wegen irgendwas extrem wütend und dachte es wäre eine gute Wahl den Druck zu entlassen. Mit innerer Unruhe zog ich die Schuhe fest zusammen und rannte wieder was das Zeug hält. Zu meiner Überraschungen benötigte ich für die selbe Strecke eine Pause weniger und war damit bei zwei Pausen angelangt. Zwischendurch sprintete ich sogar, soviel Wut war in mir. Danach ging es mir im Übrigen besser. Eigentlich bin ich überhaupt nicht der Typ aggressiv oder wütend auf etwas oder Jemanden zu sein. Aber Ausnahmen bestätigen bekannter weise die Regeln.
Das dritte Mal war ein geplanter Lauf. Mein bisher bester Lauf. Ich verlängerte meine Strecke, benötigte wieder eine Pause weniger und rannte konstanter. Leider kann ich nicht mit Zeiten oder km prahlen. Ich renne ungefähr eine halbe Stunde. Bevor ich laufe schaue ich auf die Uhr und wenn ich wieder komme auch. Es ist aber nicht so, als plane ich die Zeit. Auch weiß ich nicht wie viel Kilometer ich renne. Nach dem ersten Rennen hatte ich versucht die Route mehr schlecht als Recht bei Google Maps zu erstellen. Dort waren es 3.9km. Aber was heißt das schon. Ich renne nach dem Gefühl. Vielleicht weil ich Angst davor habe, dass daraus ein Wettbewerb gemacht wird. Sowas kann ich seltsamer weise überhaupt nicht Leiden.
Laufen, um besser als Andere zu sein, ist für mich immer noch ein Rätsel. Die Zeiten für mich zu tracken brauche nicht. Ich spüre die Ergebnisse beim Laufen, es fällt mir leichter. Da kommt es nicht auf Meter, oder Sekunden an.
Beim dritten Mal war es besonders schön. Da ich zum ersten Mal beim schönem Wetter gelaufen bin. Die Sonne schien. Das Laufen fällt einem angenehmer und ich verlor die Anstrengung, weil ich beim Rennen die Natur und Straßengassen bewunderte. Es fühlte sich wie ein schneller Spaziergang an. Die Straßen waren noch ein wenig naß und die Sonne spiegelte sich darin. Herrlich.

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