Alle Viere – Inklusiver Kindergarten

Ich habe eine weitere Idee, der ich gerne Zeit widmen würde. Eventuell sogar mein erster ernsthafter langfristiger Plan. Ich habe mir vorgestellt einen inklusiven Kindergarten zu eröffnen: „Alle Viere“.

Deutschland braucht mehr Kitaplätze. Das ist allgemein bekannt. Wieso nicht einfach dem Problem entgegenwirken und selbst etwas eröffnen. Mein Kindergarten wird Inklusion groß schreiben. Jeder Mensch wird willkommen und es wird keiner Ausgegrenzt.
Der Familiäre Hintergrund, dazu zähle ich den sozialen Status, die Religion und auch die Herkunft, wird keine Rolle spielen. Des Weiteren wird es egal sein, ob jemand eine körperliche oder geistige Behinderung hat, denn jede_r hat auch Fähigkeiten, die er_sie gut kann. Daher wird nicht von Behinderung gesprochen, sondern von „Menschen mit Fähigkeiten“.

Ich werde um die 24 Plätze anbieten.
Das Team besteht aus 3-4 Mitarbeiter, die auch inklusive eingestellt werden könnten. Mein Ziel ist auch hier eine bunte Mischung zu haben. Im Detail bedeutet das, dass Mann und Frau gleichermaßen angestellt werden. Ich würde gerne noch weiter gehen und auch Menschen, sofern Möglich, Menschen mit Behinderungen einstellen. Ich kann mir vorstellen, dass Kinder von Klein an lernen, mit Menschen umzugehen. Sie werden merken, dass auch Besondere Menschen teil der Gesellschaft sind und ich erhoffe mir dadurch, dass irgendwann die Vorurteile komplett abgebaut werden. Wo heute noch Erwachsene „Ieh“ schreien, werden später die Leute „Na klar, was sonst“ sagen.

In dem Kindergarten wird es feste Regeln geben die für ein harmonisches Miteinander sorgen. Auch wenn ich ein Mensch bin, der Regelverstoße nicht wirklich ernst nimmt und sehr leicht verzeihe, nach dem Motto, jeder macht mal Fehler. Zu dem Zeitpunkt kann ich nicht beurteilen, was gut für Kinder und Jugendlichen ist. Der lockere Umgang oder Regeln. Sicher ist es die Kunst die ausgewogene Mischung zu finden, in der die Kinder selber realisieren, welche Regeln notwendig sind. Oder mein Denken geht hier in das Utopische. Aber es sollte Möglich sein, dass die Kinder bemerken, dass es notwendig ist, Regeln für ein gemeinsamen Nenner und damit eine Gemeinschaft zu schaffen.
Außerdem versuche ich mit einer pädagogischen Betreuerin ein Konzept zu erstellen, was mir alternative Bildungskonzepte im Kinderalter ermöglichen soll. Die Kinder können so spielerisch an Themen wie dem Klima und Nachhaltigkeit herangeführt werden. Ich könnte mir jedoch auch etwas Anderes vorstellen.
Zum Beispiel der Verzicht von Gut und Böse. Das Ziel ist es eine neue Gesellschaft heranzuziehen, die nicht mehr Äußerlichkeiten wertet. Sehr hohes und vielleicht utopisches Ziel, aber das ist es meine Vision wert. Dadurch erhoffe ich mir weltoffene und tolerante Kinder in die Welt zu schicken. Daher versuche ich u.a. Meditation einzuführen, wobei die Kinder eine innere Ruhe erlernen können. Außerdem möchte ich, dass die Kinder täglich mehrere Minuten gelobt werden. Jedes Kind wird seine Minuten an Anerkennung und offenen Worten bekommen. Keiner, egal wer, wird sich schlecht fühlen und unter Wert fühlen. Dieses Konzept sollte, so finde ich, auch an Grundschulen fortgesetzt werden. Nicht übertrieben, aber dezent – sollte jeder Aufmerksamkeit im Detail bekommen. Durch tägliches Loben. Viel zu oft, entsteht Hass und Gewalt durch Ungerechte Behandlung. Nicht jeder fühlt sich wertvoll auf der Welt. Aber jeder Mensch ist wertvoll. Daher sollte man es gerade Kindern und Jugendlichen rechtzeitig vermitteln.

Die Erziehung hat sich geändert. Viele Eltern bringen den Kindern kaum noch etwas bei. So habe ich erst kürzlich gelernt, dass Eltern ihre 2-jährigen Kinder noch tragen. Es fehlen die einfachsten motorischen Fähigkeiten. Mit anderen Worten, auch die modernen Erziehungsmaßnahmen haben ihre Schattenseiten. Nur Pudern bringt es nicht. Vor einigen Jahren hatte ein Kindergarten noch die Aufgabe den Kindern Fähigkeiten in Vorbereitung für die Schule beizubringen. Darunter zählt zum Beispiel das Basteln. Doch im Moment spielen sich andere Szenen in den Kitas ab. Kinder müssen erst die Grundsätzlichen Verhaltensmuster erlernen. Wie zum Beispiel den Respekt gegenüber Anderen Kindern.

Ich finde das ein spannendes Thema. Und ich werde in der Richtung dran bleiben. Es klingt alles ein bisschen idealistisch, aber es spornt mich an. Mit dem Kindergarten der Zukunft, wo die alte und neue Konzepte der Erziehung auf einander treffen und in Symbiose kombiniert werden. Sehr wahrscheinlich werde ich diese Idee nicht sofort umsetzen können. Jedoch wäre es ein Wunsch, dieses Projekt in meinem Leben zu realisieren. Falls nicht, dann wäre es cool, wenn mein Kind irgendwann ein mal solch ein Kindergarten besuchen könnte. Wenn das Projekt also nicht von mir umgesetzt wird, so hoffe ich, tuen es Andere. 🙂

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