Das Sandmännchen

Es war kurz vor 19 Uhr. Satt vom Abendbrot sitze ich vor dem Fernsehen. Zeit für das Sandmännchen, Zeit für die letzte seichte Unterhaltung vor dem Schlafen gehen. Das waren noch Zeiten. Die Zeit vergeht, doch das Sandmännchen bleibt. Auch heute noch, schickt das kleine Männchen tausende von Kindern ins Bettchen. Obligatorisch mit dem letzten Sandkörner aus seinem Sack.

In nur wenigen Minuten werden Kurzgeschichten erzählt, die mich jedesmal zum schmunzeln oder staunen veranlassten. Da waren Frederik und Piggeldy, der kleine Kobold mit dem lila Haaren, Pittiplatsch und Schnatterinchen uvm. Seit einiges Jahren ist das Sandmännchen nicht nur im Fernsehen zu sehen, sondern war auch auf der großen Leinwand vorhanden. Mittlerweile ist der Film auf DVD erhältlich. Es geht um „Das Sandmännchen – Abenteuer im Traumland“. Der Film erschien 2010 in den deutschen Kinos und wurde u.a. in den Studios von Babelsberg gedreht und produziert.

Wie entstand der Sandmann Film?

Wie in der Original Vorlage handelt es sich dabei um eine Stop-Motion Tricktechnik. Dabei werden einzel Bilder von Puppen angefertigt, die später wie bei den Zeichntrickfilmen in einer Sequenz abgespielt werden. Das Resultat sind butterweiche Animationen, die das Auge zusammenmogelt. Es bedarf mindestens 25 Bilder pro Sekunde, damit das menschliche Auge eine Sekunde Film als flüssig erkennt. Der Aufwand der dieser Technik lässt sich nur erahnen, doch muss er immens sein.

Uns interessierte die Frage, wie der Film eigentlich entstanden ist. Dafür haben wir den Filmpark Babelsberg besucht. Dort steht neben dem historisch gewachsenen Sandmännchen Museum auch ein Filmmuseum, dass sich dem neusten Film widmet. Das Abenteuer im Traumland entstand in zahlreichen einzeln Kulissen, die dort vereinzelt ausgestellt werden. Die Besucher können sich dort, alle Sets bis ins kleine Detail anschauen. Zugegeben uns haben die Kulissen sehr beeindruckt. Mit welcher Liebe zum Detail die Gebäude, Landschaften, Autos, Laternen und was noch so alles in der kleinen Welt zusehen ist erschaffen wurde, ist sehr beeindruckend. Aber auch die Sandmann Puppe persönlich wurde zur Schau gestellt. Es ist zu sehen, wie viele verschiedene Gesichtsausdrücke vorhanden waren, die der Puppe aufgedrückt wurde.

Zu guter letzt befindet sich in dem Filmmuseum noch ein großer Greenscreen. Davor ein großer Monitor und ein/e Mitarbeiter/in die an einem Computer sitzt und für ein Entgeld ein Foto schießt. Witzig für die Kinder, die sich parallel auf dem Monitor sehen, wie sie vor verschiedenen Sandmann Szenerien sitzen bzw stehen.

Hier seht ihr ein paar Eindrücke aus dem Museum. Wer Interesse an der Geschichte zum Sandmann hat oder einfach nur an der Tricktechnik dahinter interessiert ist, können wir einen Besuch im Filmpark Babelsberg empfehlen.

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