Hol dir den Uni-Platz Hol dir den Uni-Platz

Hol dir den Uni-Platz

„Wozu studieren? Bringt das Dir was im Leben?“,
„Du kannst auch ohne Studium Kohle verdienen.“
„Keiner braucht ein Studium, was man dort lernt ist für’n Arsch.“
„Die Wissenschaft ist doch tot. Mache was mit Design.“

Ich kenne diese Sprüche. Sie mögen stimmen. Aber wisst ihr was. Ich bin 25 Jahre und habe einen straighten Lebenslauf. Realschule, Fachabi, Ausbildung, 5 Jahre Berufstätig. Jetzt stelle ich fest: Noch 35 Jahre bis zur Rente. In dem selben Beruf? Never ever. Ob ich danach als Beamter arbeiten möchte. Keine Ahnung. Wer weiß was die Zukunft bringt. Aber ich habe 6-9 Semester Zeit Neue Dinge kennen zu lernen.  Anstelle der 40 Stunden Woche, Webseiten für nörglige Kunden zu entwerfen. Das Leben bietet mehr.

Eine gute Freundin sagte darauf. „Scheiße auf die Leute. Hol dir den Uni-Platz“ 🙂

Vielen Dank dafür.

Update:
Jein, ich hatte ein Studium im Fachbereich „Erziehung und Bildung in der Kindheit„, aber merkte, dass wenn man aufmerksam bei der Sache ist, sind viele Themen nicht gut durchdacht. Das Niveau ist nicht schwer, im Gegenteil sehr flach. Viele relevante Themen werden nur angeschnitten und andere wiederum gestreckt. Einige Sachen sind im Nachhinein seltsam. Gerade, wenn man mit Azubis in der Richtung redet. Ästhetische Bildung als Pflichtfach. Jedoch keine Spur von Ernährungswissenschaften. Keine Erste Hilfe, davor Statistik. 4 Semester Psychologie, doch ich kein Wort über Kinderkrankheiten wie Pocken oder Mums. Die Qualität des Studiengangs hängt zu stark von Praktikas ab. Jede Kita hat einen anderen Qualitätsstandard. Demnach unterscheidet sich die Ausbildung in der FH zu stark. Kommilitonen, die andere Kita besucht haben, haben andere Erfahrung gesammelt und somit ist eine einheitliche Bildung hinfällig. Pflichtseminar, wie Gesprächsführung basierten auf einen Autoren. Keine Powerpoint Präsentationen, sondern Flip-Charts, die nach 1 Minute wieder abgerissen wurden. Viele Bauliche Mängel. Themen wie Raumgestaltung, mangelhaft umgesetzt. Werkstatt, ein Seminar das jedes Semester praktiziert wurde, wird als das wichtigste betitelt. Jedoch ist es auch das einzige, welches kein Feedback-Feedbogen am Ende des Seminars bekommen.
Dort werden Praxis nahe Themen behandelt, doch das einzige Thema, welches Relevant für die Praxis ist, ist die Kuno-Beller Entwicklungstabelle. Die Original zwei Sitzungen bekommen hat. Ich habe das Studium abgebrochen und bin sowas von enttäuscht. Ich habe mir etwas anderes vorgestellt. Vielleicht habe ich nur Pech gehabt, vielleicht ist es der Standard vom Bachelor. Auf jeden fall ist mir der Studiengang zu weit vom Praxisgeschehen entfernt.
In der Kita hatte ich keine Probleme. Wenn ich alles verdrängt habe, was die Dozenten mir in den Vorlesungen beibringen wollten. Mein Fazit: Erzieher, entweder Ausbildung oder einfach ein sehr netter Mensch sein, Empathie-Vermögen mitbringen und viel Einfühlungsvermögen besitzen. Von der FH-Potsdam mit dem Bachelor Arts: Erziehung und Bildung kann ich hiermit nur abraten.

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