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Hachiku – Leseprobe

Vor einiger Zeit saß ich zu Hause und habe begonnen eine Geschichte zu schreiben.
Es handelt von Bastian, einem 24 jährigen Jungen, der nun schon seit 2 Jahren mit seiner Freundin zusammenwohnt.
Bastian ist leidenschaftlicher Computerspieler und beschließt an ihrem Jahrestag an einem Turnier teilzunehmen. Gespielt wird Hachiku. Die Freundin findet das natürlich gar nicht so toll. Aber lest doch einfach selbst das zweite Kapitel.

Kapitel 2

Das Spiel beginnt. Ich starte in der großen Halle. Vor mir befindet sich die Blast Rifle. Perfekt, denke ich, während ich das Item einsammle. Mit der Waffe kann ich den Gegner mit gezielten Schüssen ausschalten. Es braucht nur drei bis vier Treffer und der Gegner kippt aus den Latschen. Sofern er kein Schild hat. Mit der linken Maustaste kann ich einen primären Schuss abgeben und mit der rechten Maustaste wiederum einen Sekundär-Schuss. Bei der Blast Rifle ist das eine große, lila Kugel die explodiert, wenn ich diese mit dem Primären Strahl beschieße. Ideal für den Anfang.

Lange habe ich für dieses Turnier trainiert und gekämpft. Es hat sich ausgezahlt, denn ich habe es zu den Qualifikationen der Landes Meisterschaft in HACHIKU geschafft. Momentan sitze ich an einem langen Tisch. Überall Sponsoren. Energiedrinks. Es ist dunkel und es gibt nur vereinzelte Lichter, die von den Monitoren oder den Sponsoren kommen. Das alles wirkt schon sehr beeindruckend und ehrfürchtig. Vor mir steht ein High-End Monitor, meine Tastatur und meine Maus. Mein Traum ist es, dass auch ich eines Tages von den großen Namen gesponsert werde. Und die Hardware von den Herstellern kostenlos bekomme. Dann trage ich mein eigenes T-Shirt mit all den imposanten Logos drauf. Mein Gegner sitzt mir Gegenüber. Sehen kann ich ihn nicht, da der Monitor dazwischen steht. Sein Spielername ist Zaor. Mehr kenne ich nicht über seine Person. Er wurde mir zugeteilt und ist der erste von hoffentlich vielen Gegnern in dem Turnier.

Er startet auf der anderen Seite der Karte in der Nähe der Mini Gun und sollte sich damit in dem oberen Stockwerk befinden. Innerhalb der nächsten Sekunden müsste er hinunterspringen um sich den Rocket Launcher zu holen. Währenddessen laufe ich in den nächsten Raum zur Shrot Gun, dann hoch zur Sniper Rifle. Die ersten 20 Sekunden sind gespielt, ich besitze alle Waffen die ich brauche um Zaor gezielt zu besiegen.

Auf der Karte bin nur ich und mein Gegner Zaor. Gespielt werden 10 Minuten in einem Best-Of-Three. Noch 9 Minuten und 33 Sekunden; — das große Schild erscheint. Es erscheint immer nach 27,5 Sekunden nachdem das Spiel angefangen hat. Mit den drei Waffen im Gepäck bin ich auf dem Weg und bekomme das große Schild Punkt genau. Damit habe ich 100 Schild und kann mehr einstecken. Schnell noch die Zeit gemerkt — 09:33. Denn in 55 Sekunden erscheint erneut das große Schild. Einfach 5 Sekunden zu der aktuellen Zeit rechnen und weiter gehts. Das nächste Schild kommt folglich 08:37 und wenn alles klappt folgt das darauf folgende 07:42.

Das Zimmer ist abgedunkelt damit keine Spiegelungen auf dem Monitor entstehen können und die Kopfhörer sitzen bequem auf dem Kopf. Der Sound ist aufgedreht, die Musik ist aus. Damit höre ich genau, wo sich der Gegner befindet. Jede Pfütze in der er tritt und jedes aufsammeln der Waffen wird registriert.

Im Moment habe ich die Dominanz der Karte, da ich das Schild besitze plus die Waffen, die ich benötige. Zeit sich auf die Suche nach dem Gegner zu machen. In der Ferne höre ich ihn wie er kleine Health Vials (zu Deutsch: Lebens-Ampullen) einsammelt. Diese bringen ihm +5 Lebensenergie. Schnell versuche ich ihm den Weg abzuschneiden. Dazu springe ich die Schräge hoch um wieder in der großen Halle zu sein. Dort sehe ich ihn. Sein Charakter Modell scheint hell durch die eher texturarme Gegend.

Die Grafik ist nicht hübsch, denn die Texturen wurden reduziert und wirken matschig. Zum Einem um die Bestmöglichen Frames per Seconds (kurz FPS, zu Deutsch: Bilder pro Sekunde) aus dem Spiel zu bekommen. Zum Anderen, damit die Grafiken nicht vom eigentlichen Spielinhalt ablenken. Denn es handelt sich bei HACHIKU um einen kompetitiven Multiplayer-Shooter. Das bedeutet, dass die Gegner nicht zwangsläufig Computer sind, sondern es sich dabei um echte Menschen handeln kann, die sich entweder im selben Raum befinden oder über das Internet verbunden werden.

Blitzschnell reagiere ich und ziele auf Zaor. Der erste Schuss trifft direkt, nun folgt der Zweite. Mit der Blast Rifle kann ich in einem relativ schnellen Abstand schießen. Die Waffen in dem Spiel sind fiktiv und sind keineswegs realistische Waffenmodelle. Die Schussrate ist moderat schnell und ich habe ein Gefühl dafür entwickelt in welchen Abständen ich schießen kann. Der zweite Schuss geht daneben, der dritte trifft. Durch den Treffer wird der Gegner zurückgestoßen, verliert ein wenig den Halt und kann somit nicht mehr ausweichen. Nun ist es ein leichtes den ersten Kill zu erzielen. Eins, Zwei, Drei Treffer braucht es und Zaor liegt auf dem Boden. Damit steht es 1 zu 0 und ich kann ich Führung gehen.

Glücksgefühle machen sich breit. Das Adrenalin strömt durch den ganzen Körper und ich bin hochmotiviert für die restliche Zeit. Momentan befinde ich mich in der großen Halle, daraus schlussfolgere ich, dass mein Gegner erneut bei der Mini Gun erscheint. Eins, Zwei, Drei, Vier Sekunden und er sollte sich nun die Mini Gun geschnappt haben. Fünf, Sechs, Sieben, Acht Sekunden und er springt hinunter zum Rocket Launcher. Die Zeit zeigt 08:41 — ich habe noch 4 Sekunden Zeit um zum großen Schild zu gelangen. Für den Weg benötige ich ca. 7 Sekunden. Vom Rocket Launcher bis zum Schild sind es 6 Sekunden. Von der Mini Gun aus sind es 10 Sekunden. Ich muss mich beeilen. Schnell bewege ich mich durch den Dodge Sprung durch die Halle, die Treppen herunter zum großen Schild. Als ich gerade auf den Treppen bin, sehe ich meinen Gegner vor dem Rocket Launcher springen. Er sammelt das Item ein und macht sich auf den Weg zum Schild. Einen Moment später sieht er mich und feuert die ersten Raketen in meine Richtung. Mich trennen noch 1 bis 2 Sekunden von dem Schild. Nun muss ich schnell reagieren und abwägen. Lasse ich mich auf den Kampf ein? Oder hole ich mir erst das Schild. Letztlich gilt auch in Computerspielen „Safety first“ und ich entscheide mich für das Schild.

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Das war das zweite Kapitel aus der Geschichte Hachiku. Wie findet ihr es? Schreibt mir doch an mail(at)fuento.de oder via twitter (@fuento_de)

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